Vorlesetipps

1 – Ruhe
Der Leser oder Betrachter eines Buches möchte ganz in Ruhe in die Geschichte eintauchen, sich auf die Bilder und Wörter konzentrieren und bedarf daher einer ruhigen Umgebung. Radio- und Fernsehgeräusch, lautstarke Gespräche oder tobende Geschwisterkinder lenken ab und stören die Konzentration.

2 – Ort
Ein gemütliches Sofa, weiche Kissen, die Hängematte im Garten,… Suchen Sie sich einen gemütlichen Ort zum Vorlesen und Kuscheln. Die klassische Gute-Nacht-Geschichte im Bett ist die ideale Möglichkeit, den Tag ruhig ausklingen zu lassen und die Hektik des Alltags für einen Moment ruhen zu lassen.

3 – Lesen als Ritual
Rituale geben Kindern Halt und Sicherheit. Durch tägliches Vorlesen zu einer bestimmten Tageszeit spürt Ihr Kind, dass Sie sich Zeit für es nehmen und genießt die Nähe zu Ihnen. Nicht nur das Vorlesen beim Zubettgehen lässt sich ritualisieren, sondern auch eine ruhige „Lesestunde" nach dem Kindergarten oder dem Mittagessen etwa bietet sich an, um Kraft für den weiteren Tag zu sammeln. Finden Sie den für Sie und Ihre Familie günstigsten Moment.

4 – Zeit
Nehmen Sie sich Zeit zum Vorlesen. Schnelles "runterrattern" eines Textes und umschlagen der Seiten bereitet weder Ihnen noch den Kindern viel Freude. Erlauben Sie Zwischenfragen der Kinder und gehen Sie darauf ein. Häufig verbinden Kinder selbsterlebtes mit Bildern und Geschichten aus Büchern und so bekommen Sie die Möglichkeit, etwas aus dem Alltag und der Gefühlswelt der Kinder zu erfahren.

5 – Buchauswahl
Lassen Sie Ihr Kind entscheiden, was es Lesen möchte. Ihr Kind fühlt sich so nicht nur als eigenständiger Mensch mit eigenem Willen ernstgenommen sondern wird so mit viel mehr Lust bei der Sache sein, als wenn es ungewollten Lesestoff aufgezwängt bekommt.

6 – Aufmerksamkeit
Kindern merken häufig schnell, wenn Eltern beim Vorlesen mit Ihren Gedanken ganz woanders sind und den Text einfach nur „runterleiern" um möglichst schnell den Programmpunkt „Vorlesen" abhaken zu können. Das nimmt schnell die Lust am Lesen.